03:30. Berlin. Nacht. Wir fahren mit der Franzi`s Freundin in Tram. Betrunkende Jungen sind sehr laut, meine neue Bekannte versicherte mich aber, dass die Situation ungefaehrlich ist. Ich glaube, obwohl meine moskauer Erfahrung mir ratet, so weit wie moeglich von der Schar mich zu halten.
03:40. Berlin. Landsberger Allee. Wir verabschieden uns. Ich bin alleine. S-Bahn schlaeft.
04:10. Am letzten mal klingt "Schooooe-neweide". So erotisch, sexuell und gewohnt. Schon gewohnt.
04:20. Der Bus. Der Weg. Der halbe Mond. Kein Mensch. Nur berliner Himmel mit Sternen sehr nahe.
04:40. Schoenefeld. Anzeigetafel meldet mir gleichgueltig: 08:25 - Barcelona, 08:35 - Moskau VKO, 09:30...
Ich suche faul und laaaangsaaaam mein Terminal. So langsam wie moeglich. Mein Leben besteht aus Treffen und Abschieden. Ich verliere ein Teilchen meiner Seele jedes Mal, wann ich mich trennen muss, und jedes Mal hoffe ich, dass wir uns nochmal treffen koennen. Schon sechzehn Jahre, jedes Jahr, und das ist schon fast Gewohnheit, auf diese Art zu existieren. Ich haette vielleicht fuer dieses Mal haulen, wenn ich koennte, das erste Mal nachdem...
...Meine Regiestrirung wird erklaert. Noch eine Stunde in Berlin. Erst eine Stunde. aber... wenn ich von jemandem gefragt wuerde, was war am Besten in Berlin, was koennte ich antworten? In Muenchen war es Gottesdienst, in Koeln - Koelner Dom, in Moskau - Erfahrung, in Athen und Heimstadt - Sonne.
In Berlin?...
Menschen?...
Also. Abfahrt.